Willkommen beim Lanxess Geschäftsbericht 2011!

Springe direkt:zur Hauptnavigation,zum Inhaltsbereich,zur Suche

Bilanzstruktur

Die Konzernbilanzsumme zum 31. März 2012 betrug 7.141 Mio. €. Sie lag damit um 263 Mio. € bzw. 3,8 % über dem Wert von 6.878 Mio. € zum 31. Dezember 2011. Wesentliche Gründe hierfür waren der Anstieg des Net Working Capital und die ergebnisbedingte Zunahme des Eigenkapitals.

Das langfristige Vermögen wuchs um 7 Mio. € auf 3.496 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verringerten sich dabei im Wesentlichen aufgrund negativer Wechselkurseinflüsse um 11 Mio. € auf 3.041 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen aufgrund der starken Investitionstätigkeit mit 92 Mio. € deutlich über dem Vorjahresniveau von 68 Mio. €. Die Abschreibungen beliefen sich in den ersten drei Monaten auf 88 Mio. € nach 71 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Aus der Erstkonsolidierung der im März 2012 akquirierten Gesellschaft Tire Curing Bladders, LLC, Little Rock (USA), ergaben sich Zugänge in niedriger einstelliger Millionenhöhe. Die Erhöhung des Equity-Beteiligungsbuchwerts resultierte vor allem aus dem positiven Ergebnis der Currenta GmbH & Co. OHG im Berichtszeitraum. Die Entwicklung der sonstigen Beteiligungen war vom Erwerb einer strategischen Minderheitsbeteiligung an der BioAmber, Inc., Minneapolis (USA), im Februar 2012 beeinflusst. Hinzu kamen positive Effekte aus der Marktbewertung der Beteiligung an der Gevo Inc. (USA) infolge der aktuellen Aktienkursentwicklung der Gesellschaft. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen lag mit 49,0 % leicht unter dem Niveau zum 31. Dezember 2011 von 50,7 %.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen 3.645 Mio. €. Das waren 256 Mio. € bzw. 7,6 % mehr als zum 31. Dezember 2011. Die Vorräte erhöhten sich um 60 Mio. € auf 1.446 Mio. €. Ursächlich hierfür war insbesondere ein operativ getriebener Bestandsaufbau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Rahmen der Umsatzentwicklung deutlich um 155 Mio. € auf 1.301 Mio. € gegenüber dem Wert zum Jahresende 2011. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich in Summe um 32 Mio. € auf 560 Mio. €. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme belief sich auf 51,0 % nach 49,3 % zum 31. Dezember 2011.

In der Bilanz des LANXESS Konzerns sind bedeutende selbsterstellte Vermögenswerte aufgrund der Bilanzierungsvorschriften nicht enthalten. Hierzu gehören der Markenwert von LANXESS sowie die Werte anderer Marken des Konzerns. Sie wurden im Berichtszeitraum mithilfe einer Vielzahl von Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und unterstützten dadurch die anhaltend erfolgreiche Positionierung unserer Business Units im Markt.

Daneben stellen unsere etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen einen signifikanten, aber nicht aktivierungsfähigen immateriellen Wert dar. Die jahrelange, durch kontinuierliche Lieferqualität gefestigte, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht es uns, konsequent an unserer Preis-vor-Menge-Strategie festzuhalten. Unsere Technologie- und Innovationskompetenz, der ebenfalls ein hoher Wert beizumessen ist, fußt auf unserem spezifischen Wissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Custom Manufacturing. Hierdurch generieren wir signifikanten Mehrwert für unsere Kunden.

Das Know-how und die Erfahrung unserer Beschäftigten sind ebenfalls tragende Säulen unseres unternehmerischen Erfolgs. Darüber hinaus verschaffen uns ausgereifte Produktions- und Geschäftsprozesse Wettbewerbsvorteile in den für uns relevanten Märkten.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2011 um 151 Mio. € auf 2.225 Mio. €. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem Konzernergebnis der ersten drei Monate von 193 Mio. €. Dem gegenüber standen im Wesentlichen negative Effekte im kumulierten übrigen Eigenkapital aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Zum 31. März 2012 betrug der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme 31,2 % nach 30,2 % zum 31. Dezember 2011.

Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich zum 31. März 2012 um 109 Mio. € auf 2.824 Mio. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rückstellungen für Pensionen um 71 Mio. € auf 750 Mio. € vor allem in Folge der Anpassung der zur Bewertung herangezogenen Zinssätze. Im Februar 2012 platzierten wir in Hongkong eine in chinesischen Offshore-Renminbi denominierte Anleihe im Volumen von 500 Mio. CNH bzw. umgerechnet 60 Mio. € mit einer Laufzeit von drei Jahren. Die zugeflossenen Mittel überführten wir nach China, um dort das operative Geschäft und Wachstumsprojekte zu finanzieren. Die Anleihe weist aufgrund ihres Kupons von 3,95 % pro Jahr Vorteile gegenüber einer Finanzierung über lokale Banken auf.

Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag wie bereits zum 31. Dezember 2011 bei 39,5 %.

Das kurzfristige Fremdkapital betrug 2.092 Mio. € und somit 3 Mio. € bzw. 0,1 % mehr als zum 31. Dezember 2011. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen wurde mehr als ausgeglichen durch geringere Verbindlichkeiten aus Währungssicherungsgeschäften sowie den Rückgang der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Dieser betraf im Wesentlichen die Tilgung von Bankverbindlichkeiten. Die kurzfristigen Ertragsteuerschulden stiegen geschäftsbedingt an. Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag zum 31. März 2012 bei 29,3 % nach 30,3 % zum Jahresende 2011.

Service

Weiterführende Links