Willkommen beim Lanxess Geschäftsbericht 2011!

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Ergebnis

Bruttoergebnis vom Umsatz

Die Kosten der umgesetzten Leistungen erhöhten sich leicht überproportional zum Umsatz um 15,8 % auf 1.796 Mio. €. Gründe waren steigende Einstandspreise für Rohstoffe, in geringerem Umfang auch für Energien. Hinzu kamen Portfolioeffekte aus den im Vorjahr erworbenen Geschäften, insbesondere den Keltan-EPDM-Aktivitäten. Ferner wirkte sich die Entwicklung der Wechselkurse negativ auf die Kosten der umgesetzten Leistungen aus.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 592 Mio. € um 13,4 % über dem Wert des Vorjahresquartals. Die Bruttomarge ging von 25,2 % auf 24,8 % zurück. Die Preise für strategische Rohstoffe, vor allem für Butadien, aber auch für andere bedeutende Rohstoffe, stiegen zum Teil deutlich. Wir konnten diese jedoch in sämtlichen Segmenten in den Markt weitergeben, so dass unsere konsequent umgesetzte Preis-vor-Menge-Strategie die Bruttomarge unterstützte. Hingegen wirkte die leicht rückläufige Nachfragesituation belastend. Dies wurde aber durch den im Bruttoergebnis positiven Saldo der Wechselkurse abgemildert. Die Anlagenauslastung lag aufgrund der Nachfragesituation und geplanter Wartungsstillstände unter dem Niveau des Vorjahresquartals.

EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten
       
in Mio. € Q1/2011 Q1/2012 Veränd. in %
       
Performance Polymers 199 255 28,1
Advanced Intermediates 75 70 – 6,7
Performance Chemicals 90 83 – 7,8
Überleitung – 42 – 39 7,1
  322 369 14,6

EBITDA und EBIT

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen erhöhte sich im ersten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 47 Mio. € bzw. 14,6 % auf 369 Mio. €. Dieser Anstieg resultierte insbesondere aus Preiseffekten in Verbindung mit positiven Portfolioeinflüssen. Weiter unterstützend wirkte die Entwicklung der Wechselkurse. Die rückläufigen Absatzmengen sowie die unter anderem energiekostenbedingte Zunahme der Fertigungskosten bremsten den Anstieg. Die Vertriebskosten erhöhten sich aufgrund der Portfolioeffekte aus den im vergangenen Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen sowie von gezielten Anpassungen der Vertriebs- und Logistikstrukturen um 9,4 % auf 186 Mio. €. Entlastung brachten die analog zur Mengenentwicklung leicht rückläufigen Frachtkosten. Wegen der geplanten Ausweitung der Forschungsaktivitäten im Rahmen unserer LANXESS Technologieinitiative betrugen die Forschungsaufwendungen 45 Mio. € nach 31 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das Segment Performance Polymers hatte hieran einen wesentlichen Anteil. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen im Konzern lag wie im Vorjahr bei 15,5 %.

Das Segment Performance Polymers steigerte das EBITDA vor Sondereinflüssen im ersten Quartal deutlich um 56 Mio. € auf 255 Mio. €. Die anhaltend hohe Rohstoffkosteninflation wurde durch entsprechende Preisanpassungen ausgeglichen. Positive Wechselkurseinflüsse, insbesondere aus dem US-Dollar, sowie der Portfolioeffekt aus dem Erwerb des Keltan-EPDM-Geschäfts überkompensierten die Auswirkungen der Mengenrückgänge sowie der Kostensteigerungen unter anderem aus dem Ausbau der Forschungsaktivitäten. Aufgrund von umfangreicheren Erweiterungs- und Wartungsstillständen lag die Kapazitätsauslastung des Segments unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates lag mit 70 Mio. € unter dem hohen Niveau des Vorjahresquartals von 75 Mio. €. Positive Preiseffekte, welche die gestiegenen Rohstoffkosten ausglichen, konnten die steigenden Fertigungskosten sowie die Auswirkungen der geringen Mengenrückgänge nicht kompensieren.

Im Segment Performance Chemicals lag das EBITDA vor Sondereinflüssen mit 83 Mio. € um 7 Mio. € unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Während auch hier höhere Rohstoffkosten im Segment vollständig in den Markt weitergegeben wurden, belasteten rückläufige Mengen in der Mehrzahl der Business Units sowie steigende Fertigungskosten das Ergebnis. Aus den übernommenen Materialschutzgeschäften sowie der Akquisition der Unitex Chemical Corporation in 2011 ergaben sich geringe positive Portfoliobeiträge.

Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns betrug 277 Mio. € im ersten Quartal 2012 nach 246 Mio. € im Vorjahresquartal. Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis enthaltenen, vollständig EBITDA-wirksamen Sonderaufwendungen von 4 Mio. € betrafen im Wesentlichen Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten. Im Vorjahresquartal fielen Sonderaufwendungen von 5 Mio. € an.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich im ersten Quartal 2012 auf minus 28 Mio. € nach minus 27 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Im Zinsergebnis stieg der Zinsaufwand aufgrund von im Vorjahresvergleich höheren Finanzverbindlichkeiten infolge der Akquisitionen, Investitionen sowie der geschäftsbedingten Ausweitung des Working Capital leicht an. Entlastend wirkte, dass ein im Vergleich höherer Betrag anteiliger Bauzeitzinsen – im Wesentlichen im Rahmen der Großinvestition in Singapur – aktiviert wurde. Die ausgewiesenen Zinsaufwendungen lagen somit um 3 Mio. € über denen des Vorjahres. Die Zinserträge bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Das sonstige Finanzergebnis war unter anderem entlastet durch entfallende Einmalaufwendungen in der Vorjahresperiode. Das anteilige Ergebnis der at equity bewerteten Gesellschaften, vor allem der Currenta GmbH & Co. OHG, betrug 3 Mio. € nach 5 Mio. € im Vorjahr.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg korrespondierend zum verbesserten operativen Ergebnis im ersten Quartal von 219 Mio. € auf 249 Mio. €. Die Steuerquote betrug 22,5 % nach 23,7 % im Vorjahresquartal.

Konzernergebnis und Ergebnis je Aktie

Auf andere Gesellschafter entfiel im Berichtszeitraum ein Ergebnisanteil von 0 Mio. €, nachdem im Vorjahresquartal für diese ein Wert von 1 Mio. € ausgewiesen worden war. Das Konzernergebnis betrug im ersten Quartal 193 Mio. € nach 166 Mio. € im Vergleichszeitraum. Bei einer unveränderten Zahl umlaufender LANXESS Aktien erhöhte sich das Ergebnis je Aktie im Quartalsvergleich von 2,00 € auf 2,32 €.

Service

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